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Im Sommer 2026 wurde die über 100-jährige Bahnbrücke über die Usterstrasse in Wetzikon durch einen Neubau ersetzt. Die bestehende Stahlbrücke befand sich in einem schlechten Zustand und genügte den künftigen Anforderungen nicht mehr. Gleichzeitig schafft der Ersatzneubau die Voraussetzungen für eine Verbreiterung der Usterstrasse und damit für eine Verbesserung der Sicherheit des Velo- und Fussverkehrs.
Ein wesentlicher Teil der Bauarbeiten erfolgte während einer dreiwöchigen Totalsperrung der Bahnstrecke. Die Ausführung innerhalb dieses engen Zeitfensters stellte höchste Anforderungen an Planung, Koordination und Logistik. Dank eines hohen Vorfertigungsgrades konnten während der Totalsperrung die bestehende Brücke zurückgebaut, der Bahndamm abgetragen und rund 120 Meter Bohrpfähle erstellt werden, mehr als die Hälfte davon im harten Fels. Anschliessend wurden die Widerlager erstellt und der Stahlüberbau mithilfe des grössten Raupenkrans der Schweiz montiert. Auch die erforderlichen Betonarbeiten mussten innerhalb des vorgegebenen Zeitplans abgeschlossen werden.
Die Totalsperrung der Bahnstrecke gab einen klar definierten und engen Zeitrahmen für sämtliche Bauarbeiten vor. Die einzelnen Arbeitsschritte waren direkt voneinander abhängig und mussten präzise aufeinander abgestimmt werden, damit die nachfolgenden Arbeiten ohne Verzögerungen ausgeführt werden konnten. Eine besondere Bedeutung kam dabei den Betonarbeiten für die Pfähle, das Widerlager und die Flügelwände der neuen Brücke zu. Hierfür war eine Betonlösung erforderlich, die einerseits ausreichend Verarbeitungszeit für Produktion, Transport und Einbau bietet und andererseits schnell die erforderliche Festigkeit erreicht. Nur so konnten die nachfolgenden Arbeiten innerhalb des eng getakteten Bauprogramms planmässig fortgeführt werden.
Für die Betonage der Pfähle kam das Schnellbetonsystem Concretum® Q-FLASH 5/20, für die Betonage des Widerlagers und der Flügelwände kam das Schnellbetonsystem Concretum® Q-FLASH 2/20 zum Einsatz. Insgesamt wurden rund 62 m³ Schnellbeton im Betonwerk Ebirec der Eberhard Bau AG produziert und auf der Baustelle eingebaut. Die Verarbeitungszeit des Betons wurde gezielt auf die Bedingungen und den Bauablauf vor Ort abgestimmt. Gleichzeitig sorgte die schnelle Festigkeitsentwicklung dafür, dass die nachfolgenden Arbeiten ohne lange Wartezeiten fortgeführt werden konnten. So liessen sich die Betonarbeiten zuverlässig in den eng getakteten Bauablauf integrieren.
Die Betonarbeiten an den Pfählen, am Widerlager und an den Flügelwänden konnten erfolgreich und innerhalb des vorgesehenen Zeitfensters ausgeführt werden. Durch das Zusammenspiel aus abgestimmter Betonproduktion, Baustellenlogistik und schneller Festigkeitsentwicklung konnten die nachfolgenden Arbeitsschritte planmässig fortgeführt werden. Die Arbeiten während der Totalsperrung wurden termingerecht abgeschlossen und die Bahnstrecke wie vorgesehen wieder in Betrieb genommen.
Das Projekt in Wetzikon zeigt, wie Schnellbeton bei anspruchsvollen Infrastrukturprojekten dazu beitragen kann, auch grössere Betonarbeiten innerhalb kurzer Sperrzeiten zuverlässig umzusetzen.
Produkt
Land
Schweiz
Ausführung
2026, Juli
Bauherr
SBB
Bauunternehmer
Jak. Scheifele AG
Betonproduzent
Eberhard Bau AG, Betonwerk Ebirec
Betonmenge
62 m3
Anwendungsbereich
Brückenbau
Einbauverfahren
Pumpen