Produkt
Am Flughafen Zürich ist die regelmässige Instandhaltung von Start- und Landebahnen, Rollwegen und Flugzeugabstellflächen entscheidend, um einen sicheren und reibungslosen Flugbetrieb zu gewährleisten. Betonreparaturen in diesem anspruchsvollen Umfeld erfordern jedoch weit mehr als nur leistungsfähige Baustoffe. Da zwischen dem Ende des nächtlichen Flugbetriebs und der Wiederaufnahme des Betriebs am nächsten Morgen nur wenige Stunden zur Verfügung stehen, müssen sämtliche Arbeitsschritte präzise aufeinander abgestimmt werden.
Im Rahmen des jährlichen Instandhaltungsprogramms 2026 kamen die Schnellbetonlösungen Concretum® Q-FLASH 2/20 und Concretum® Q-CON von Concretum bei der Instandsetzung verschiedener Flugbetriebsflächen zum Einsatz. Insgesamt wurden im Jahr 2026 am Flughafen Zürich 312 m³ Concretum® Q-FLASH 2/20 Schnellbeton eingebaut. Neben den hohen Anforderungen an die Verarbeitbarkeit und Frühfestigkeitsentwicklung zeigte das Projekt auch, wie eine digitale Überwachung wertvolle Einblicke in den Abbindungsprozess des Betons ermöglichen kann.
Die folgenden Projekteinblicke zeigen die Herausforderungen, technischen Anforderungen und eingesetzten Lösungen bei der Durchführung von Betonreparaturen unter extremem Zeitdruck.
Im Rahmen des jährlichen Instandhaltungsprogramms der Flugbetriebsflächen am Flughafen Zürich wurden 2026 zahlreiche Betonplatten und Teilflächen auf Start- und Landebahnen, Rollwegen und Flugzeugabstellflächen ersetzt. Dabei kamen Concretum® Q-FLASH 2/20 und Concretum® Q-CON zum Einsatz.
Die grösste Herausforderung war das extrem kurze Zeitfenster für die Bauarbeiten. In der Regel konnten die Arbeiten erst nach Ende des Flugbetriebs gegen 23:30 Uhr beginnen. Die eigentlichen Bauarbeiten mussten bis spätestens 04:45 bis 05:00 Uhr abgeschlossen sein, damit genügend Zeit für die Reinigung, Markierung und anschliessenden Kontrollen blieb. Innerhalb weniger Stunden mussten bestehende Betonplatten oder Teilflächen ausgebaut, der Untergrund vorbereitet und neuer Beton eingebaut werden.
Der eingesetzte Q-FLASH Beton musste eine Verarbeitungszeit von 80 bis 90 Minuten gewährleisten und gleichzeitig innerhalb kurzer Zeit eine definierte Druckfestigkeit von 16 MPa erreichen. Diese Kombination ermöglichte dem Baustellenteam ausreichend Zeit für den Einbau und die Oberflächenbearbeitung und gleichzeitig eine frühzeitige Wiederfreigabe der betroffenen Flugbetriebsflächen.
Der Beton wurde im Betonwerk von KIBAG in Effretikon hergestellt. Abhängig vom jeweiligen nächtlichen Bauprogramm variierten die einzelnen Betonieretappen hinsichtlich ihrer Mengen. Pro Nacht wurden Betonmengen von 24 m³, 27,25 m³ und bis zu 33,5 m³ eingebaut. Der Schnellbeton kam auf Flugzeugabstellflächen, verschiedenen Rollwegen sowie direkt auf den Start- und Landebahnen 10/28, 16/34 und 14/32 zum Einsatz.
Neben der Betontechnologie selbst wurde im Rahmen des Projekts auch eine digitale Lösung eingesetzt, um zusätzliche Transparenz während des Abbindungsprozesses zu schaffen. Gerade bei zeitkritischen Anwendungen können Informationen über die Entwicklung des Betons nach dem Einbau eine wertvolle Unterstützung für das Baustellenteam darstellen.
Concretum Setting Control ist ein digitales System zur kontinuierlichen Überwachung des Abbindungsprozesses von Beton. Temperatursensoren erfassen die Temperaturentwicklung des Betons in Echtzeit. Das System analysiert den Temperaturverlauf automatisch und erkennt charakteristische Veränderungen während des Erstarrens.
Bei zeitkritischen Betonarbeiten ist nicht nur die schnelle Festigkeitsentwicklung entscheidend. Ebenso wichtig ist es zu wissen, wann der Beton tatsächlich zu reagieren und zu erstarren beginnt. Sobald der Abbindungsbeginn erkannt wird, kann das Baustellenteam automatisch mittels Push-Benachrichtigung informiert werden.
Concretum Setting Control ergänzt die Erfahrung des Baustellenteams durch objektive Messdaten. Die erfassten Daten werden gespeichert und können für spätere Auswertungen und Dokumentationszwecke verwendet werden. Insbesondere bei Anwendungen mit engen Zeitfenstern schafft das System zusätzliche Transparenz hinsichtlich des tatsächlichen Erhärtungsverlaufs des Betons.
Q-FLASH ermöglicht die für kurze Bauzeitfenster erforderliche schnelle Festigkeitsentwicklung und gewährleistet gleichzeitig eine ausreichende Verarbeitungszeit für den Betoneinbau. Concretum Setting Control macht den Abbindungsprozess digital sichtbar und unterstützt das Baustellenteam mit Echtzeitdaten. Gemeinsam verbinden sie leistungsfähige Schnellbetontechnologie mit digitaler Prozessüberwachung.
Die Instandhaltungsarbeiten am Flughafen Zürich verdeutlichen die anspruchsvollen Bedingungen, unter denen Betonreparaturen auf Flugbetriebsflächen durchgeführt werden müssen. Kurze Bauzeitfenster, strenge Zeitvorgaben und hohe Anforderungen an die Materialeigenschaften erfordern zuverlässige Baustoffe und präzise koordinierte Arbeitsabläufe.
Durch die Kombination von Schnellbetontechnologie und digitaler Abbindungsüberwachung bietet Concretum Lösungen, die diesen Herausforderungen gerecht werden und eine effiziente Durchführung zeitkritischer Infrastrukturinstandsetzungen unterstützen.
Produkt
Land
Schweiz
Ausführung
2026, August
Bauherr
Flughafen Zürich AG
Bauunternehmer
KIBAG Bauleistungen AG
Betonproduzent
KIBAG Baustoffe
Betonmenge
312 m3
Anwendungsbereich
Flugverkehrsflächen
Einbauverfahren
Handeinbau